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24. April 2026

Interkultureller Austausch in allen Bereichen der Universität

- Gemeinsame Pressemitteilung von Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und Studierendenwerk Gießen -

Angebote für internationale Studierende an der JLU und im Studierendenwerk etabliert – „Lokal International“ schließt – Positive Erfahrungen aus 17 Jahren fließen in künftige Aktivitäten ein 

Interkultureller Austausch verbindet Menschen in einer globalisierten Welt und trägt zum gegenseitigen Verständnis bei. Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die verlässliche Partnerin in einem weltweiten Netzwerk ist, leistet ihren Beitrag dazu in Forschung, Lehre, Wissens- und Technologietransfer. Internationale Studierende prägen das Campusleben der JLU maßgeblich mit, sind bestens vernetzt und bereichern das Leben in der Universitätsstadt Gießen. Internationale Begegnung findet statt in allen Bereichen von Universität und Studierendenwerk Gießen – in den Fachbereichen und Zentren, in der Hochschulallianz EUPeace, im Akademischen Auslandsamt, online und hybrid, in der Mensa, in den Wohnheimen, in der Kita, bei von Studierenden selbst organisierten Aktivitäten und in eigenen Netzwerken. Einen konkreten Ort wird es jedoch künftig nicht mehr geben: Das „Lokal International“ (LI) im Eichendorffring 111 schließt nach einem Closing am 2. Juli 2026 seine Türen. Das Programm des Sommersemesters findet bis dahin wie geplant statt.

„Vor 17 Jahren hatten das Studierendenwerk Gießen und die JLU in gemeinsamer Initiative mit dem ‚Lokal International‘ einen besonderen Begegnungs- und Veranstaltungsort geschaffen“, erinnern sich die Leiterin des Akademischen Auslandsamts der JLU, Julia Volz, und die Leiterin der Abteilung Beratung & Soziales des Studierendenwerks, Ulla Spannring. Aus einer ehemaligen Abendmensa entstand damals das LI, zunächst als Projekt, später verstetigt und unterstützt durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).  Über 100.000 Gäste haben seither diesen Ort als „Wohnzimmer“ genutzt, sich ausgetauscht und Freundschaften geknüpft. Die Verantwortlichen im Studierendenwerk und an der JLU sind stolz auf das, was durch vielfältiges Engagement hier gemeinsam entstanden ist, und danken allen Beteiligten ausdrücklich für ihr Engagement. Zu vielen Alumni besteht bis heute Kontakt.

Globales Engagement im Jahr 2026 bedeutet mehr als die Bereitstellung eines festen Veranstaltungsraums, macht JLU-Präsidentin Prof. Dr. Katharina Lorenz deutlich: „Die Anforderungen an eine international vernetzte Universität haben sich fundamental gewandelt. Wir verstehen Internationalität nicht mehr als ein additives Angebot in einem speziellen Gebäude, sondern als integralen Bestandteil unseres gesamten universitären Organismus“, so die Präsidentin. „Das LI war der Prototyp; die Zukunft liegt in einer dezentralen, digitalen und tief in allen unseren Bereichen verankerten Interaktion.“

„Die Gründe für die Schließung des ,Lokal International‘ sind hauptsächlich finanzielle“, betont Gero Lottermann, Geschäftsführer des Studierendenwerks Gießen. Das Gebäude aus den frühen1960er-Jahren weise einen Sanierungsbedarf im siebenstelligen Bereich auf; für den laufenden Betrieb falle jedes Jahr ein hoher fünfstelliger Betrag an. Kosten, die das Studierendenwerk nicht tragen könne. Der Geschäftsführer ergänzt: „Alle Angebote des Studierendenwerks stehen ganz selbstverständlich auch internationalen Studierenden offen – das muss nicht extra betont werden. In unseren drei größten Wohnanlagen in Gießen unterstützen wir sie beim Ankommen durch unsere Wohnheimberaterin und die Wohnheimberater. Ihre Kinder betreuen wir in unseren U3-Kitas. Gleichzeitig wollen wir die Willkommenskultur durch zusätzliche dezentrale Angebote wie ‚Die Welt zu Gast in Gießen‘ und ein ‚LI on tour‘ weiter fördern.“

Die Erfahrungen aus 17 Jahren LI werden in die künftige Gestaltung von Partizipationsformaten einfließen, die Flexibilität und Eigenverantwortung ins Zentrum stellen. „Auch nach der Schließung der physischen Räumlichkeit bleibt der Auftrag klar“, so Prof. Lorenz: „JLU und Studierendenwerk werden die verbindende Kraft der Gießener Campus-Gemeinschaft weiter stärken.“ Wenn es nach dem Studierendenwerk geht, auch durch die Schaffung zusätzlichen Wohnraums. Das gemeinnützige Unternehmen wird prüfen, ob an Stelle des LI auf dem Gelände der Wohnanlage Eichendorffring weitere Wohnheimplätze entstehen können.

Presse-Material zum Download:

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