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13. Oktober 2022

Studierendenwerke: stabiler Pfeiler des deutschen Hochschulsystems

  • Deutsches Studentenwerk (DSW) zu den Leistungen der 57 Studierendenwerke im Pandemiejahr 2021
  • DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl: „Die Studierendenwerke habe in der seit 2020 andauernden Krise ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstriert.“
  • Energiekrise erfordert jedoch mehr staatliche Hilfen für Studierendenwerke

Die 57 Studierendenwerke in Deutschland sind trotz multipler Krisenlagen weiterhin mit Ihren umfangreichen Leistungen ein stabiler Pfeiler des deutschen Hochschulsystems. Das teilt das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit, in dem die 57 Studierendenwerke zusammengeschlossen sind. Anlass ist eine neue DSW-Publikation mit aktuellen Zahlen zu den Leistungsbereichen der Studierendenwerke.

Wie der Verband mitteilt, haben die Studierendenwerke sich seit 2020 in allen Bereichen den Herausforderungen durch die Corona- Pandemie gestellt. Durch die Anpassung bzw. Umstellung ihrer Angebote und die Entwicklung neuer, innovativer Konzepte haben sie ihren Auftrag zur Gestaltung der sozialen Infrastruktur an den Hochschulen trotz schwierigster Rahmenbedingungen auch 2021 erfolgreich erfüllt.

Als Beispiele nannte Matthias Anbuhl, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, die Erweiterung der Beratungsangebote um digitale Formate und – während der gesetzlich verordneten Schließungen – die Umstellung gastronomische Betriebe auf to go Angebote.

Zwar sanken die Einnahmen der Studierendenwerke im Jahre 2021 durch die lange pandemiebedingte Schließung von Mensen, Cafeterien und Bistros. Doch haben sie die wirtschaftlich schwierige Situation bisher insgesamt gut meistern können, vor allem auch dank des Kurzarbeitergelds der Bundesregierung.

Durch die Energiekrise und die gestiegenen Lebensmittelpreise stehen sie allerdings nun vor enormen Herausforderungen, um die Mieten in ihren Wohnheimen und die Preise in ihren Mensen nicht kontinuierlich anheben zu müssen. DSW-Generalsekretär Matthias Anbuhl kommentiert:

„Es geht gegen die DNA der Studierendenwerke als gemeinnützige, nicht-profitorientierte Organisationen mit dem staatlichen Sozialauftrag, die Studierenden zu fördern, die Preissteigerungen 1:1 an die Studierenden weiterreichen zu müssen. Die Studierendenwerke benötigen dringend mehr staatliche Hilfen von den Bundesländern.

Die 57 Studierendenwerke in Zahlen:

  • 18.113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 195.349 Wohnheimplätze
  • 2,24 Milliarden Euro BAföG im Jahr 2021 im Auftrag von Bund und Ländern
  • 24 Studierendenwerke mit studentischer Arbeitsvermittlung
  • 37 Studierendenwerke mit Semesterticket
  • Darlehenskassen mit günstigen Studienabschlussdarlehen oder Härtefonds für Studierende in finanziellen Notlagen in 53 Studierendenwerken
  • 949 Mensen, Cafeterien, Restaurants, Bistros, Kaffeebars mit 229.745 Sitzplätzen, Jahresumsatz 2021: 99 Millionen Euro (2020: 135 Millionen; 2019: 446 Millionen Euro)
  • 53 Studierendenwerke mit rollstuhlgängigen Wohnplätzen
  • 54 Studierendenwerke mit besonderen Wohnangeboten für Studierende mit Kind
  • 41 Studierendenwerke mit Wohnraumvermittlung: Angebote von Privatvermietern an Studierende
  • 9.156 Plätze in 184 Kinderbetreuungseinrichtungen
  • 45 Studierendenwerke mit psychologischer Beratung
  • 49 Sozialberatungsstellen
  • 29 Studierendenwerke mit Rechtsberatung
  • vier Studierendenwerke mit technischen Hilfsmitteln für Studierende mit Behinderung
  • 37 Studierendenwerke mit studentischen Wohnheimtutorinnen und -tutoren zur besseren Integration ausländischer Studierender
  • Kultur: 20 Theaterbühnen, 27 Probe- und Übungsräume für studentische Gruppen, neun Fotolabors, 28  Galerien, 21 Kneipen mit Kulturprogramm, 30 Studierendenwerke mit kulturellen Kursen bzw. Workshops, 23 Studierendenwerke mit Kultur-Festivals und -Wettbewerben
  • 23 Studierendenwerke mit Fitness- und Sportangeboten für Studierende
  • 11 Studierendenwerke mit Internetpools mit freiem Zugang

Die Publikation „Studenten- und Studierendenwerke im Zahlenspiegel 2021/2022“ finden Sie hier zum Download (128 Seiten).

Diese Pressemitteilung wurde vom DSW am 12.10.2022 veröffentlicht und ist ebenfalls hier zu finden.

 

 

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